Einmal in der Grundschulzeit an der Wieseschule macht jede Klasse eine mehrtägige Fahrt in eine Jugendherberge, so die 4b mit ihren Lehrerinnen Nicole Barkschat und Meike Isenhardt in der Zeit vom 10. bis 12. Mai 2010 in die Wewelsburg in der Nähe von Büren.
Die Wewelsburg ist ein Bergschloss im Stadtteil Wewelsburg der Stadt Büren im Kreis Paderborn. Sie liegt über dem Tal der Alme und gilt als eine der wenigen Burgen mit dreieckigem Grundriss in Deutschland. 1123 errichtete Graf Friedrich von Arnsberg an diesem Standort eine Burg. Nach seinem Tod wurde die Burganlage von Bauern wieder zerstört. Später besaßen die Grafen von Waldeck und die Fürstbischöfe von Paderborn Burgen an dieser Stelle. Das heutige Gebäude wurde von 1603 bis 1609 errichtet. Heute sind in der Wewelsburg das Historische Museum des Hochstifts Paderborn und eine Jugendherberge untergebracht.
So eine Klassenfahrt in die Jugendherberge ist immer ein Höhepunkt in der Schulzeit. Gerade hier in der Wewelsburg erlebt man zum Thema "Ritter" hautnah, was sich damals wohl so abgespielt haben mag. Natürlich ist es sehr aufregend, ganz ohne Eltern mit den Klassenkameraden auf einem Zimmer zu leben und gemeinsam die Tage und Nächte zu verbringen. Das stärkt den Zusammenhalt und hat für das ganze zukünftige Leben einen starken Erinnerungswert.

Es ist schon erstaunlich, wie die Ritter sich damals in ihren maßgeschneiderten "Blechanzügen" bewegt haben mögen. Wie haben die sich an- und ausgezogen? Wie sind die zur Toilette gegangen? Wie sind sie auf ihre Pferde gekommen? Was war, wenn die Rüstung verrostet war?
Fragen über Fragen, die hier in der Wewelsburg ihre Antwort finden...
Auf geht's zum Armbrust-Schießen, zur Ausbildung vom Knappen zum Ritter!
Die Armbrust ist im Prinzip ein auf einem kurzen Holzgewehr montierter Bogen. Die Sehne des Bogens kann gespannt und eingeklemmt werden, damit man ohne Anstrengung genauer zielen und schießen kann. Es werden auch keine Pfeile geschossen, sondern kurze steife Bolzen, manchmal mit einer Eisenspitze. Die Schusskraft ist viel höher als bei Pfeil und Bogen.
"Übung macht den Meister" und ein "Wilhelm Tell" ist noch nicht vom Himmel gefallen! Trotzdem haben die Kinder es schnell gelernt und ... mächtig Spaß hat es allen gemacht!!!

Bei der Burg- und Dorfrallye gab es viel zu erkunden. aber das ist ja kein Problem für einen Wieseschüler.



Zur Übung bitte mal nachmachen, wie der Knabe sein Gesicht verzieht!!!

Risiko!!! Beim Stöcke-Schnitzen für das Stockbrot ist das Wichtigste die Erste-Hilfe-Tasche in der Nähe! Trotz aller möglichen Vorsichtsmaßnahmen und der Anweisung, unbedingt vom Körper weg zu schnipseln, passiert es schon mal, dass ein kleiner Ratscher an der Hand das Blut tropfen lässt. Doch, oh Wunder, wir haben Glück gehabt! Ob die Ritter das damals selbst machen mussten? Oder ob hier die Knappen ran mussten? Wer weiß...

Als Stockbrot (manchmal auch Knüppelkuchen genannt) wird eine Brotsorte bezeichnet, bei der der Teig, häufig ein Hefeteig, um einen Stock gewickelt über der Glut eines offenen Feuers gebacken wird. Dazu wird ein Ast eines nicht giftigen Baumes, wie zum Beispiel der Haselnuss, an einem Ende von der Rinde befreit und anschließend Brotteig auf den Stock gepappt. Gut Ding will Weil' haben! Geduld ist angesagt, bis das Brot schön braun gebacken ist. Um so leckerer ist dann das Ergebnis...

Ein Ritter ohne Wappen? Das geht gar nicht!!! Je auffälliger und bunter, desto besser!

So, die Knappenzeit ist vorbei! Es gibt den Ritterschlag! Der ersetzt nun diesen ganz früher echten, eventuell wirklich schmerzhaften Schlag auf die Wange durch ein eher sanftes Antippen mit der Schwertklinge. Hierbei kniet der Knappe vor dem Lehnsherren oder Adeligen und bekommt einen einzigartigen Namen wie Ritter "Karl in der Blechwiese", Ritter "Heinrich auf der Gardinenstange" oder Ritter "Wilhelm von der Wieseschule".

Die Fahrt zur Wewelsburg war ein tolles Erlebnis, was eigentlich nach "Zugabe" ruft....