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750 Schüler erkunden den Arnsberger Wald
14.09.2010 Bericht des Soester Anzeigers KREIS SOEST
- Sehr lebhaft geht es heute Morgen auf der Günner Hude zu. Denn
1750 Schüler aus 73 Schulklassen von kreisweit 31 Schulen beteiligen
sich an den zehnten Waldjugendspielen. |
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Die Kinder waren natürlich vorher in Arbeitsgruppen aufgeteilt worden
und wurden von dem Forstamtsleiter Herrn Schümmer eingewiesen. Er
sagte den Kindern, dass dies ein ganz besonderer Unterrichtstag sei und
wies darauf hin, dass der Lehrer an diesem Tag die absolute Nummer 1 ist.
Er geht als Erster voran und niemand darf ihn überholen, außer,
wenn da ein schneller Rehbock vorbei flitzt...
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...und los ging es auf den Parcours. An der ersten Station hatte der Förster vier Waldbäume mit Buchstaben markiert. Hier mussten die Buchstaben den Abbildungen im Arbeitsheft richtig zugeordnet werden! Kein Problem für unsere Wiesekids!!!
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An
der nächsten Station sollten Fußspuren den entsprechenden
Tieren zugeordnet werden. Diese Tiere waren ausgestopft und standen
nebeneinander auf einem Tisch.
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Daneben
befand sich eine Wanne mit Sand darin, wo man die Abdrücke der
Spuren selbst erzeugen konnte!
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Nun
weiter zur Höhen-Schätz-Station!
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Bei
manchen Bäumen könnte man denken, dass sie in den Himmel reichen.
Hier musste man schätzen, wie hoch eine Fichte ist. Zur Hilfe war
eine Markierung in 5 m Höhe angebracht. Das geht natürlich
nur mit Hilfe des Daumens oder der Finger, das richtige Ergebnis:
die Fichte ist 30m hoch!
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An einer gekennzeichneten Fichte gabelt sich auffällig der Stamm. Die Kinder sollten nachdenken und die richtige Ursache dafür finden. Ganz schön knifflig! Aber Wiese-Detektive finden alles heraus: Nasser Schnee hat vor Jahren die Spitze abgebrochen!
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Ein Forsthelfer hatte ein Baumpuzzle vorbereitet und so lagen Baumklötze mit bunten Buchstaben auf einer Bank herum. Jede Gruppe sortierte eine Farbe und fand ihren Baum heraus. Nachdem die Rinde und das Holz beschrieben wurden, mussten die passenden Zweige und Blätter gesucht werden. Wenn es nicht gleich klappte, wurde Hilfe angeboten.
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Der
Leiter der fahrenden Waldschule stellte Fragen zu Tieren, die wir natürlich
alle beantworteten. Da staunten selbst der "Waldlehrer" und
der (ausgestopfte) Willi Waschbär!!!
Nebenan konnte man Wurst probieren, die aus heimischem Wild (hier Reh und Wildschwein) hergestellt war. Lecker, lecker! Jetzt bekam man so richtig Appetit. ![]()
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Warum
lässt der Förster Totholz in Haufen im Wald liegen? Wir fanden
heraus, dass hier Kleintiere ihren Unterschlupf finden und das Holz
langsam verrotten kann.
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Im
Schutz der Zäune können die jungen Bäume unbeschwert
wachsen, ohne von Tieren angeknabbert zu werden. Die Anzahl der Rehe
und Hirsche nimmt heutzutage ständig zu und muss vom Förster
reguliert werden.
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![]() Ja, da oben kann man es sehen! |
![]() Na endlich, das wurde aber auch langsam Zeit. Der Magen hing ja schon in den Kniekehlen! Frrrrrrrrrrrrühstück!!! Der eine mümmelte ganz professionell auf seinem Jägersitz vor sich hin, die anderen machten ein gemütliches Picknick mitten im Wald. Zünftig, zünftig... |
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"Wie
viele Jahresringe hatten denn nun die unterschiedlichen Baumscheiben?"
Hier zählte man mit dem Bleistift um die Wette und fand heraus,
dass die Fichte schneller wächst als die Eiche,
die viel dichtere Jahresringe aufweist. |
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Die
Ursache einer riesengroßen Lücke im Fichtenwald war nicht
der Förster, der alle Bäume gefällt hat, um Licht in
den Wald zu lassen, auch nicht der Orkan Kyrill, sondern eine Borkenkäfer-Großfamilie,
die hier das große Fressen veranstaltet und damit die Bäume
getötet hat.
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3
Minuten ganz still auf dem Waldboden sitzen oder liegen und die Augen
schließen. Hinterher alle Geräusche aufschreiben, die man
gehört hat. So hieß hier die Aufgabe. Geheimnisvoll...
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An
der nächsten Station warteten zwei Jagdhunde mit ihrem Besitzer
auf uns, ein Teckel und eine Bracke. Herr Kotzum, der Jäger, erzählte
wahnsinnig mitreißend von der Jagd im Wald und den Aufgaben der
Hunde.
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"Fichtenzapfen-Zielwerfen"
Hier gab sich jeder die größte Mühe, Zapfen durch die geflochtenen Kränze zu werfen. Sogar der Fotograf wurde fast getroffen.' ![]() |
![]() Wie Menschen mal Furunkel und Knochenverwachsungen haben, haben auch Bäume so was, wie hier einen so genannten Elefantenfuß. ![]() |
![]() Zerreibt man die Nadeln einer Douglasia (Douglas-Fichte) in den Händen, so riecht das danach ganz intensiv nach Zitrone. Lecker. |
Gewaltig anzusehen, dieses Wurzelwerk! |
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Weil
die alte Hude-Eiche durch die umstehenden Bäume kein Licht mehr
kriegte, trug sie mit der Zeit immer weniger Blätter.
Das Alter des Baumes ist so schwer zu schätzen; man müsste ihn fällen, um die Jahresringe zu zählen. Aber das ist ja nicht nötig! Er wird so zwischen 150 und 250 Jahre alt sein. Früher waren hier die Eicheln als Delikatesse für die Schweine sehr begehrt, die hier oben auf der Hude gehütet wurden... ![]() Wir haben den Umfang gemessen: stattliche 3,4 Meter! |
Warum sehen Bäume am Waldrand anders aus als im Innern? Beobachten, diskutieren, Ergebnisse finden und zeichnen! Eine leichte Aufgabe... |
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![]() Huh, was ist das da in der Fühlkiste? Keine Angst, da beißt niemand. |
Alle 6 Kisten werden erraten, das war die 18. und letzte Station! |
![]() Zum Schluss bekommt jeder Teilnehmer noch eine Urkunde und die Jahrgangsstufe ein tolles Naturkundebuch. Es war ein ganz außergewöhnlich schöner Schulmorgen trotz einiger Regentropfen. Wir haben viel gelernt!!! |
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Im
Jahre 2008 war der Soester Anzeiger sogar mit einem Filmteam vor Ort
und hat die Klasse 4b im Wald begleitet. |
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