Kinder in Peru brauchen
Hilfe der Soester
Christa Stark erzählte den Wieseschülern über ihre Arbeit im Bergland von Peru.

Christa Stark erzählt über ihre Arbeit in Cajamarca.
Hier bekommen Behinderte eine Chance.
SOEST. Maurice hat keine Arme, keine Beine, doch er ist unheimlich stark. "Denn er hat einen klugen Kopf", schildert Christa Maria Stark. Sie berichtete den kindern der Wieseschule am 22. März 2002 von den Kindern in Cajamarca und machte klar, wie wertvoll die Hilfe aus Soest ist.
Vor über 25 Jahren ist Christa Stark nach Peru gegangen, um sich mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten für Menschen in der Dritten Welt einzusetzen. All die Jahre hielt sie Kontakt nach Soest zu Ilse Günther, die sie aus der gemeinsamen Zeit in Bethel kennt, zum Freundeskreis, der die Arbeit unterstützt und zu den Mädchen und Jungen der Wieseschule, die schon so manche Münze für die Kinder in den Anden gaben. "Und wir werden in den Gottesdiensten wieder an sie denken", versprach Schulleiterin Ute Hitzke.
Maurice machte seinen Weg
Christa Stark erzählte von Elena und Julia, zwei behinderten Mädchen aus Cajamarca. 300 junge Peruaner besuchen die von Christa Stark betreute Einrichtung. Sie sind taub, blind, spastisch gelähmt oder mehrfach behindert, doch hier bekommen sie eine Chance. Die Familien leben in ärmlichsten Verhältnissen. Im Sonderschulprojekt aber finden die Kinder Zuwendung.
Maurice ist kürzlich gestorben, doch er hat seinen Weg gemacht und immer erreicht, was er wollte. Er lief und tanzte trotz seines Handicaps, lernte schreiben, wurde sogar Schulsprecher. Christa Stark: "Er hat uns allen gezeigt, was möglich ist." Sie ist nach Soest gekommen um danke schön zu sagen, denn sie weiß, dass auf die Freunde Verlass ist: "Es ist so wichtig, dass wir Geld aus Deutschland bekommen." Die Lehrerin stellte ihre Arbeit am Donnerstagabend im Ardeyhaus vor, am Freitag war sie zu Gast in der Wieseschule. Die Bilder, die sie mitbrachte, zeigen viele fröhliche Gesichter. "Bei uns wird viel gelacht und gesungen, obwohl die Kinder so arm sind." Sie lädt alle Soester nach Peru ein. Denn zum Projekt "Cajamarca" gehören auch ein Hotel und ein Café. Hier finden Behinderte Arbeit. In Textilwerkstatt oder Tischlerei verdienen sie etwas Geld. Das geben sie ihren Familien, damit diese die nötigsten Dinge zum Leben bezahlen können. KÖP.
Bericht im Soester Anzeiger vom 23.03.2002 Foto:Sudermann
Zeitungsbericht1
Projekt Cajamarca
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