Der Soester Anzeiger schrieb am 4. Mai 2004
Wie lernt man in Deutschland

Weißrussische Bildungsexperten eine Woche Gäste im Landesinstitut. Besuch der Wiese-Grundschule. Mittwoch geht es zur Ökö-Station des Convos im Amper Bruch
SOEST - "Was ist denn hier los?" Die Schüler der dritten Klasse der Wiese-Grundschule waren gestern verblüfft. Ein Tross Erwachsener stand in ihrer Klasse - und die meisten sprachen in einer für die Schüler völlig unbekannten Sprache. Es war Russisch. Eine hochrangige Delegation mit Bildungsexperten aus Weißrussland besuchte die Schule im Soester Norden und diskutierte eifrig über den Lernstoff, der an der Tafel angeschrieben war. Der Besuch kam nicht von ungefähr: Eigentlich sind die Weißrussen Gast des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund. In Deutschland will man sich über moderne Unterrichtsmethoden und den ökologischen Unterricht informieren. Die Dortmunder gingen erstmals eine Kooperation mit dem Soester Landesinstitut ein, so dass die Gäste eine Woche lang am Paradieser Weg wohnen und sich hier zu den Themen informieren.
Zwischen Wieseschule und dem Landesinstitut gibt es schon länger eine enge Zusammenarbeit, berichtet Dr. Frank Schindler vom Landesinstitut: "Wir kennen die modernen Unterrichtsmethoden an der Wieseschule sehr gut."

Foto:Dahm
Zehn weißrussische Bildungsexperten, Direktoren, Lehrer und Redakteure erfuhren so, wie beispielsweise im Deutschunterricht die so genannte Bildungsspirale eingesetzt wird. Am Mittwoch geht es ins Conrad-von-Soest-Gymnasium zum Thema Ökologie. Hier interessieren sich die Besucher besonders für die ökölogische Situation im Amper Bruch, ehe es an die Heimfahrt geht. Natürlich spazierten die Gäste auch gestern durch die blühemde Stadt, besichtigten die Dasaa-Arbeitsschutz-Ausstellung in Dortmund und machten einen Abstecher zu einem Hagener Gymnasium zum Thema "Von der Umweltschule zur Agenda-21-Schule". kf