Ganz
zufällig entdeckte Klaus eines Abends, dass er mit seinem Kopfkissen
fliegen konnte. Er musste nur den dritten Knopf von den vieren von rechts
nach links drehen, und schon konnte er schweben.
Als sie beim Abendessen saßen, sagte Klaus’ Mutter: „Klaus,
bevor du ins Bett gehst, musst du noch duschen!“ Klaus hüpfte
wie ein Kaninchen die Treppe hoch ins Bad und ging gehorsam unter die
Dusche. Er putzte sich die Zähne, wusch sich und ging in sein Bett.
Als er im Bett lag, wartete er, bis seine Eltern aus dem Haus waren.
Seine Mutter wollte in die Disco gehen und sein Vater hatte Nachtschicht.
Dann drehte den dritten Knopf von rechts nach links, sofort hob er ab
und flog mit einer Mega-Geschwindigkeit auf das Fenster zu. Da machte
es „Plong“, er war vor das zugemachte Fenster geflogen.
Also landete er unsanft auf dem Boden und merkte, dass er das Fenster
nicht aufgemacht hatte. Klaus sagte: „Oh nein, bin ich doof!“
Er machte das Fenster auf und merkte, dass er nur seinen Schlafanzug
anhatte. So schnell, wie er sich jetzt angezogen hatte, war bestimmt
ein neuer Weltrekord. Als er sich auf das Kissen setzte, raste es sofort
wieder los. So schnell war er noch nie! Das Kissen stieß mit einer
Wolke zusammen, die ihn anschrie: „Mensch, du kleiner Bengel,
kannst du nicht besser aufpassen? Jetzt bekomme ich eine Beule!“
Sie blies Klaus so heftig weg, dass er bis über den Ozean flog,
mit einem Flugzeug zusammenstieß und vom Kissen fiel. Er konnte
sich gerade noch festhalten, aber das Kissen schaffte es nicht, ihn
oben zu halten. Er musste sich loslassen und flog immer tiefer auf den
Ozean zu. Kurz, bevor er im Meer landete, tauchte ein Wal unter ihm
auf. Klaus ließ sich fallen und landete mitten auf dem Wal. Der
erschrak sehr und wunderte sich, wo Klaus hergekommen war. Klaus fragte
ihn: „Hallo, wie heißt du? Ich heiße Klaus!“
Das Kissen fest umklammernd wartete er auf die Antwort des Wals. Der
Wal öffnete sein Riesenmaul und sagte: „Ich heiße Knut,
aber wo kommst du her?“ Da erzählte Klaus die ganze Geschichte.
Der Wal sagte: „Du, Klaus, ich habe ein Problem. Mein Freund Delfin
Donald ist gefangen bei der bösen Meerjungfrau! Hilfst du mir ihn
zu befreien?“ – „Na, klar helfe ich dir!“ –
„OK, dann besorg dir eine Taucherflasche. Die Meerjungfrau ist
tückisch, sie legt dich bestimmt herein,“ sagte Knut, der
Wal. Er nahm Klaus mit in die Höhle der Meerjungfrau. Sie stellte
sich freundlich vor: „Ich bin Lusila und ihr?“ Klaus und
Knut stellten sich auch vor. Klaus hatte natürlich sein Kissen
unter den Arm geklemmt und redete mit Lusila. Währenddessen schwamm
Knut in der Höhle herum. Da sah der den Delfin und fragte ihn:
„Wie geht es dir?“ – „Mir geht es gut,“
sagte der Delfin. Lusila bemerkte Knut und sie rannten aus der Höhle.
„Na, das war ja ein Reinfall!“, schimpfte Klaus. Da kam
Knut auf die Idee, es zu versuchen, wenn Lusila schläft. Er räumte
ein: „Das ist gar nicht so einfach, Meerjungfrauen haben ein gutes
Gehör!“ - „Dann können wir ja schleichen und befreien
Donald. Und wo bekommen wir den Schlüssel her?“, fragte Klaus.
„Wir nehmen einfach einen Eisenfisch mit!“, sagte Knut.
Eisenfische können mit ihrem Maul Eisenstangen zersägen. Endlich
wurde es Nacht und sie machten sich auf den Weg zur Höhle. Auf
dem Weg dorthin sahen sie einen Eisenfisch. Knut fragte ihn: „Kannst
du uns helfen, meinen Freund, den Delfin zu befreien?“ –
„Na, klar helfe ich euch. Ich bin Fips!“, sagte der Eisenfisch.
Sie schwammen zur Höhle von Lusila. Fips schlug mit seinem Maul
gegen eine Stein und verursachte Lärm. „Hoffentlich hat Lusila
nichts gemerkt!“, flüsterte Knut. Zum Glück hatte sie
auch nichts gemerkt. Fips schwamm zum Käfig und sägte die
Stangen durch, ohne dass es Lärm gab. Der Delfin Donald kam langsam
aus der Höhle geschwommen und alle anderen Fische schwammen hinter
ihm her. Er bedankte sich bei allen und versprach, nie wieder in die
Höhle zu schwimmen. Klaus und Knut schwammen an die Wasseroberfläche
und Klaus flog wieder nach Hause. Er ging nach oben und ließ sich
ins Bett fallen.
Nach all dem, was er erlebt hatte, konnte
er lange nicht einschlafen, als er endlich wieder in seinem Bett lag.
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