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Das Zauberkissen
- Eine Rahmengeschichte, erzählt von Rebecca Hellmann -
Ganz zufällig entdeckte Klaus eines Abends, dass er mit seinem Kopfkissen fliegen konnte. Er musste nur den dritten Knopf von den vieren von rechts nach links drehen, und schon konnte er schweben.

Als sie beim Abendessen saßen, sagte Klaus’ Mutter: „Klaus, bevor du ins Bett gehst, musst du noch duschen!“ Klaus hüpfte wie ein Kaninchen die Treppe hoch ins Bad und ging gehorsam unter die Dusche. Er putzte sich die Zähne, wusch sich und ging in sein Bett. Als er im Bett lag, wartete er, bis seine Eltern aus dem Haus waren. Seine Mutter wollte in die Disco gehen und sein Vater hatte Nachtschicht. Dann drehte den dritten Knopf von rechts nach links, sofort hob er ab und flog mit einer Mega-Geschwindigkeit auf das Fenster zu. Da machte es „Plong“, er war vor das zugemachte Fenster geflogen. Also landete er unsanft auf dem Boden und merkte, dass er das Fenster nicht aufgemacht hatte. Klaus sagte: „Oh nein, bin ich doof!“ Er machte das Fenster auf und merkte, dass er nur seinen Schlafanzug anhatte. So schnell, wie er sich jetzt angezogen hatte, war bestimmt ein neuer Weltrekord. Als er sich auf das Kissen setzte, raste es sofort wieder los. So schnell war er noch nie! Das Kissen stieß mit einer Wolke zusammen, die ihn anschrie: „Mensch, du kleiner Bengel, kannst du nicht besser aufpassen? Jetzt bekomme ich eine Beule!“ Sie blies Klaus so heftig weg, dass er bis über den Ozean flog, mit einem Flugzeug zusammenstieß und vom Kissen fiel. Er konnte sich gerade noch festhalten, aber das Kissen schaffte es nicht, ihn oben zu halten. Er musste sich loslassen und flog immer tiefer auf den Ozean zu. Kurz, bevor er im Meer landete, tauchte ein Wal unter ihm auf. Klaus ließ sich fallen und landete mitten auf dem Wal. Der erschrak sehr und wunderte sich, wo Klaus hergekommen war. Klaus fragte ihn: „Hallo, wie heißt du? Ich heiße Klaus!“ Das Kissen fest umklammernd wartete er auf die Antwort des Wals. Der Wal öffnete sein Riesenmaul und sagte: „Ich heiße Knut, aber wo kommst du her?“ Da erzählte Klaus die ganze Geschichte. Der Wal sagte: „Du, Klaus, ich habe ein Problem. Mein Freund Delfin Donald ist gefangen bei der bösen Meerjungfrau! Hilfst du mir ihn zu befreien?“ – „Na, klar helfe ich dir!“ – „OK, dann besorg dir eine Taucherflasche. Die Meerjungfrau ist tückisch, sie legt dich bestimmt herein,“ sagte Knut, der Wal. Er nahm Klaus mit in die Höhle der Meerjungfrau. Sie stellte sich freundlich vor: „Ich bin Lusila und ihr?“ Klaus und Knut stellten sich auch vor. Klaus hatte natürlich sein Kissen unter den Arm geklemmt und redete mit Lusila. Währenddessen schwamm Knut in der Höhle herum. Da sah der den Delfin und fragte ihn: „Wie geht es dir?“ – „Mir geht es gut,“ sagte der Delfin. Lusila bemerkte Knut und sie rannten aus der Höhle. „Na, das war ja ein Reinfall!“, schimpfte Klaus. Da kam Knut auf die Idee, es zu versuchen, wenn Lusila schläft. Er räumte ein: „Das ist gar nicht so einfach, Meerjungfrauen haben ein gutes Gehör!“ - „Dann können wir ja schleichen und befreien Donald. Und wo bekommen wir den Schlüssel her?“, fragte Klaus. „Wir nehmen einfach einen Eisenfisch mit!“, sagte Knut. Eisenfische können mit ihrem Maul Eisenstangen zersägen. Endlich wurde es Nacht und sie machten sich auf den Weg zur Höhle. Auf dem Weg dorthin sahen sie einen Eisenfisch. Knut fragte ihn: „Kannst du uns helfen, meinen Freund, den Delfin zu befreien?“ – „Na, klar helfe ich euch. Ich bin Fips!“, sagte der Eisenfisch. Sie schwammen zur Höhle von Lusila. Fips schlug mit seinem Maul gegen eine Stein und verursachte Lärm. „Hoffentlich hat Lusila nichts gemerkt!“, flüsterte Knut. Zum Glück hatte sie auch nichts gemerkt. Fips schwamm zum Käfig und sägte die Stangen durch, ohne dass es Lärm gab. Der Delfin Donald kam langsam aus der Höhle geschwommen und alle anderen Fische schwammen hinter ihm her. Er bedankte sich bei allen und versprach, nie wieder in die Höhle zu schwimmen. Klaus und Knut schwammen an die Wasseroberfläche und Klaus flog wieder nach Hause. Er ging nach oben und ließ sich ins Bett fallen.
Nach all dem, was er erlebt hatte, konnte er lange nicht einschlafen, als er endlich wieder in seinem Bett lag.

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