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Der Roboter
Eine Weiterschreibgeschichte
von Nele Wolfer
Neulich bekam ich von meiner Tante Else aus Hattingen einen Spielzeugroboter geschenkt. Ich dachte: „Was für ein blödes Geschenk! Damit spielt man zweimal und dann war es das!“ Als ich abends im Bett lag und noch nicht einschlafen konnte, hörte ich eine Stimme: „Hallo, ich bin Robbi Robot, dein Diener! Du bist mein Herr und kannst mir befehlen!“ Das probierte ich natürlich sofort aus und wirklich, es klappte. Aber ob er wirklich alles konnte? Denn im Kreis konnte ja jeder laufen. Also stellte ich ihm eine neue Aufgabe. Er sollte für mich Schokolade holen. Ich war erstaunt, denn er brachte mir wirklich meine Lieblingsschokolade. Aber ich war noch nicht ganz sicher, ob er wirklich alles konnte. Er sollte meine Mutter
ausspionieren. Nach ein paar Sekunden kam er wieder. Wie ein Tonband spielte er alles ab. Mir kam
es vor, als hätte ich es mit eigenen Augen gesehen. Nach ein paar Tagen sagte er: „Ich habe Hunger.“ Ich fragte ihn, was er denn isst. Er antwortete: „Ich esse alles, was du mir gibst.“ Als er die alten Schrauben vom Schrottplatz verspeist hatte, sagte er: „ Jetzt habe ich Durst!“ Da gab ich ihm Benzin. Er schlürfte es genüsslich. Danach sprach er: „Hier geht es mir gut. Ich will hier immer bleiben.“ Und schon bald waren wir beste Freunde.

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