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"Die Gemeinde: viele Gaben - eine Aufgabe"
Kontakttag am 2. Februar 2010 in der Hohne-Gemeinde
Schön, dass wieder Kontakttag ist! Bei eisigem Wetter haben sich die Wiesekinder der 3. und 4. Schuljahre in der geheizten Hohnekirche zum Gemeinde-Erlebnistag versammelt. Zur Einstimmung begrüßt Pastor Gano die Kinder und Lehrerinnen. Er erzählt eine Geschichte mit Bildern von den Menschen mit den viel zu langen Armen, die sich selbst nicht ernähren können und von der Gemeinschaft mit anderen leben müssen. Dazu wird mit bekannten Liedern auf den bevorstehenden Tag
eingestimmt: "Halte zu mir guter Gott!" und "Gottes Liebe ist so wunderbar!"
Als gute Grundlage ist natürlich ein gutes Frühstück mit leckeren Brötchen und Saft ganz wichtig. Schön, dass Mütter und Lehrerinnen den Bedienungs-Service übernehmen...

Mit abnehmendem Appetit nimmt die Spannung zu, was denn heute so passieren wird. Die Kinder sind in 3 Gruppen aufgeteilt und müssen an diesem Morgen 4 Stationen durchlaufen.
An der ersten Station gibt es eine Gemeindebrief-Rallye. Der "Hohne-Bote" muss auf Rätselfragen hin untersucht werden, kein Problem für unsere Kids! Sie finden die Lösungen...
Im Anschluss daran müssen sie beim "Galgenmännchen" verschiedene Begriffe aus dem Gemeindeleben erraten. Auch das leisten sie hervorragend!
Station2: zusammen mit Karin und Evelyn wird kräftig gesungen, und zwar: "Wir wollen aufsteh'n!" und "Wir sind die Kleinen!". Den Kindern, die regelmäßig den Kindergottes-dienst besuchen, sind diese Songs natürlich bekannt!
Es wird kräftig mitgesungen und auch mal unbemerkt ein Blick auf eine nette Mitschülerin riskiert.
Wer hätte damit gerechnet,
dass diese flotten Lieder auch ohne Ende getanzt werden können!
Da fliegen die langen Haare durch die Gegend und man kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus!
Spaß pur!
Bei der nächsten Station Nr. 3 lernen die Kinder eine Menge über die 780 Jahre alte Hohne-Kirche kennen, die manche mit "Honig-Kirche" bezeichnen. Dabei heißt sie "Maria zur Höhe", weil sie auf einer Anhöhe im Soester Stadtkern steht. Die Orgel aus dem Jahre 1679 ist zwischenzeitlich renoviert worden.
Das alte Taufbecken war damals ein offener Trog, in dessen kaltem und unreinem Wasser sich die Täuflinge zu früheren Zeiten manchmal einige Krankheiten zuzogen. Deswegen hat man eine Steinplatte mit einer Taufschale darauf montiert. Das originelle an dem wunderschönen Altarbild ist, dass der Künstler Motive aus der Soester Börde mit eingearbeitet hat, wie z.B. den Haarstrang im Hintergrund...
Höchst geheimnisvoll mutet den Kindern die "Grabesnische" an, ein kleines Gewölbe mit alten Malereien und einem kleinen Grab mit einer Holzklappe. Hier wurde damals am Karfreitag mit einer langen Prozession eine Christus-Figur begraben und zu Ostern als Zeichen der Auferstehung wieder herausgenommen.
Die Kirchenbauer waren Kreuzfahrer und haben die Wände mit orientalischen Teppichmustern bemalt (hier im Hintergrund). Sogar Fransen und Nägel haben sie nicht vergessen...
Dass die Hohnekirche ganz wertvolle Kunstschätze besitzt, zeigen auch die herrlichen Deckenmalereien und das einzige "Scheibenkreuz" der Welt aus Holz, welches Soester Hanse-Kaufleute von der Insel Gotland mitgebracht haben.
Hier ein weiteres kostbares Deckengemälde und ein Ausschnitt aus dem Altarbild, würfelnde Schergen...
Letzte Station Nr. 4!
Nun erzählt Angela vieles von den Aufgaben der Gemeinde, von den Menschen, die da mitmachen, den unterschiedlichen Gruppen, von den Treffen, den Veranstaltungen und den Gottesdiensten. Dann liest sie den Kindern die Geschichte von Jesus im Tempel vor und diskutiert mit ihnen darüber.
...und dann wird gebastelt!
Die eben gehörte Geschichte wird ausgeschnitten, bemalt und zu einem kleinen Büchlein gebunden. Gar nicht so einfach....

Jeder ist eifrig bei der Sache und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Es war ein schöner Morgen mit vielen neuen Eindrücken, mit Liedern, Geschichten und Bildern, aber auch mit einem neuen Bewusstsein, welche einzigartigen Kunstschätze unsere Heimatstadt eigentlich hat.
Ähnlich wie hier in der Hohne-Gemeinde ist der Kontakttag in der Wiese- und in der Albertus-Magnus-Gemeinde verlaufen. Das ist keine Werbeveranstaltung der Kirchen, sondern immer wieder eine Bestärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche!
Hoffentlich bleibt die Einrichtung "Kontakttag" lange bestehen...


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