Grusel,
Grusel...
Dicke Wassertropfen fielen von der Decke, die Wände glänzten
nass und waren an manchen Stellen voll von grünem Moos. Vom Boden
her roch es sumpfig und feucht. Das "Plitsch-Platsch" der
Tropfen hallte bis weit hinten in die Höhle und gab ein schauriges
Echo. Fanny leuchtete mit der Lampe weit hinein in das Dunkel der Höhle,
als sie ein merkwürdiges Geräusch hörte.
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Sie
drehte sich um und plötzlich schrie sie auf. Es gab einen
lauten Knall, als die Lampe auf den Boden fiel und dort erlosch.
Fanny wollte wegrennen, doch ihre Beine blieben im sumpfigen
Boden stecken. Noch einmal schrie sie laut auf. Und dann versuchte
sie ihre Beine aus dem Boden zu bekommen. Da öffnete ihre
Mutter die Kellertür. "Fanny, was ist denn mit dir
los? Du zitterst ja am ganzen Körper! Was ist passiert?"
- "Da.... da war etwas! Es... es hat große grüne
Augen. Und........ und es hat so komische Geräusche gemacht!",
stotterte Fanny. "Fanny, ich glaube, deine Phantasie geht
wieder einmal mit dir durch!", sagte die Mutter streng. |
"Nein,
Mama da war wirklich...", begann Fanny. Doch ihre Mutter unterbrach
sie. "Das kommt doch nur davon, weil du immer so viele Horrorfilme
im Fernsehen siehst! Ab heute sind solche Filme gestrichen!" -
"Aber Mama", bettelte Fanny. "Heute kommt doch der Zehn-Uhr-Film.
Ich muss den sehen!" Doch ihre Mutter blieb hart. Traurig ging
Fanny in ihr Zimmer und las "Werwölfe sind unter uns".
Sie war schon im 13. Kapitel, als sie plötzlich stutzte. Da stand:
"Werwölfe haben grüne Augen. Sie machen seltsame Geräusche.
Wie zum Beispiel ein tiefes Brummen."
Fanny
war sich ganz sicher gewesen, dass dieses komische Geräusch
ein tiefes Brummen gewesen war. Aber da stand noch mehr. "Werwölfe
leben meist in dunklen Kellerräumen. Im Wald hausen sie
auch". Fanny hatte die großen grünen Augen in
einem der Kellerräume gesehen. Es war eine Mutprobe gewesen.
Sie, Lisa-Marie und Jan sollten in ihre Keller gehen und dort
fünf bis zehn Minuten bleiben. |
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Fanny hatte
es sieben Minuten da unten ausgehalten. "Dieser blöde Andreas!",
denkt Fanny. "Nur weil er drei Jahre älter ist, denkt er,
er ist der Boss!" Fanny kocht vor Wut. Dann schlägt sie ihr
Buch zu und läuft zum Nachbarhaus. Lisa-Marie öffnte die Tür.
"Hallo, Fanny! Was machst du denn hier?", fragt sie. "Komm
mal mit, Lisa", ruft Fanny, "Es geht um die Mutprobe!"
- "O.K.". Lisa-Marie rennt hinter Fanny her. Als die beiden
vor Fannys Kellertür stehen, legt Fanny einen Finger auf den Mund.
"Pssst, leise Lisa-Marie!" Natürlich hat Fanny an eine
Taschenlampe gedacht. "Was ist los, Fanny?", fragt Lisa-Marie.
"Wir haben einen Werwolf im Keller! Ich habe vor einer halben Stunde
die Mutprobe gemacht. Da hab ich ein Paar großer grüner Augen
gesehen und ein tiefes Brummen gehört", flüstert Fanny.
"Die wollte ich dir auch zeigen!" - "Von mir aus!",
flüstert Lisa-Marie. Jetzt öffnet Fanny die Tür. Die
Freundinnen gehen hinein. Eine Weile passiert überhaupt nichts.
"Da!", ruft Lisa-Marie plötzlich. Sie zeigt auf die grünen
Augen. Und dann hören die Mädchen das tiefe Brummen! Die Tür
fällt krachend ins Schloss! Es ist finster. Fanny weiß, dass
Werwölfe vor Licht flüchten. Sie tastet an der Wand nach dem
Lichtschalter. Als sie ihn gefunden hat, erfüllt gleißendes
Licht den Raum. Der Werwolf heult auf und seine Verkleidung fällt
ab. "Andreas?!", rufen die Mädchen wie aus einem Mund.
Andreas lacht. "Was hast du hier unten zu suchen?", fragt
Fanny. "Ich wollte euch nur einen Schreck einjagen!", sagt
Andreas. "Das ist dir gelungen!", ruft Lisa-Marie.
Carina Steinhoff, 4c
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