Ein Referat mit anschließendem Experiment in der Klasse 4b

Lena und Lina hatten sich überlegt, zum Thema Wald einmal über etwas Spezielles einen klenen Vortrag zu halten, und zwar über die Eulen! Die Kinder der Klasse waren sehr interessiert und aufmerksam, als die beiden Eulenexpertinnen loslegten. Sie hatten zwei große Informationsplakate angefertigt und mithilfe von Lenas Mama, die selbst Biologie-Lehrerin ist, "Gewölle" besorgt!


Die größte Eule ist der Uhu! Der Uhumann ist mit 61cm Größe, 2kg Gewicht und 160cm Flügelspannbreite kleiner als das Uhuweibchen mit 67cm Größe, 3kg Gewicht und 180cm Flügelspannweite. Das ist aus unserer Menschen-Sicht schon ganz erstaunlich!

Die Uhus sind Singles, also Einzelgänger, und nur zur Zeit der Paarung und Jungenaufzucht zusammen. Das Weibchen legt 2-3 Eier und ungefähr nach 8 Monaten schlüpfen die kleinen Uhukinder.
Als der Arbeits-Auftrag vorgelesen wurde, gab es teilweise lange Gesichter: die Kinder sollten das Gewölle von Eulen untersuchen!
Als Gewölle oder Speiballen werden die vor allem von Eulenvögeln, aber auch von vielen anderen Vogelarten ausgewürgten unverdaulichen Nahrungsreste (Knochen, Federn) bezeichnet.
Den Zoologen gibt die Untersuchung der Bestandteile der Gewölle wichtige Hinweise auf die Beutetiere, die von den jeweiligen Vögeln gefressen wurden. Untersuchungen der Gewölle geben Aufschluss über die Fauna im Jagdgebiet der Tiere.
Hier übergibt Lenas Mama die vorbereiteten Ballen...
...und so sahen die Ballen aus, fast wie kleine Fikadellen. Nur: sie rochen anders! Wer nun das Experiment nicht unbedingt mitmachen wollte, schaute eben nur zu.
An den ungewohnten Geruch hatten sich die jungen Forscher schnell gewöhnt und zogen ganz professionell ihre keimfreien Gummihandschuhe an...
Fast wie Pathologen aus einem Kriminalfilm zerlegten sie mit Zahnstochern auf den Papptellern die Einzelteile der Gewölle. Dabei wurde der Geruch zwangsläufig in Kauf genommen...
Die ersten Knöchelchen wurden erkannt und abgesondert. Erstaunlich, dass junge Damen, die normalerweise andere Wohlgerüche in der Nase haben, ihre Umwelt fast vergessen...
Waren da nicht eben ein Mausezähnchen und ein Brustbeinkochen? Jetzt hält uns nichts mehr auf, wir wollen es wissen!!!

Die Lupe bringt es an den Tag: das kann nur ein Mäusemagen sein!!!
Sogar eine Vogelfeder findet man! Die lädt dann mal zum Schielen ein, denn ein bisschen Blödsinn gehört immer dazu, auch zum Unterricht!
Die beiden Referntinnen hatten aber auch an alles gedacht! An der Tafel dokumentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse! Erstaunlich...
Die Kinder, die schon fertig waren, durften auf einem Arbeitsblatt eine Eule malen, und zwar nach Zahlen!


Anne Wrede, Lenas Mama, war in ihrem Element. Sie schaute hier und da, gab hilfreiche Tipps und freute sich über die tolle Arbeit der Kinder!
Zu Abschluss gab es noch ein Spiel im Stuhlkreis!

Jede der 3 Gruppen, die Lena hier gerade einteilt hat einen Namen aus dem Thema Eule. Ein Kind ist übrig und in der Mitte. Es ruft den Namen auf (z.B. "Uhu") und jeder muss sich einen neuen Platz suchen!
Wie man sieht, gab es nochmal lauten Krach und Gerenne! Ein toller Abschluss dieses Referats! Danke an die Vorbereiterinnen!!!
Übrigens: das nächste Thema steht schon fest, es geht um "Pferde"...