Das
Hühner-Projekt der Klasse 3d Jörg Amfaldern ![]() |
|
So
fing alles an: Woher kommt ein Huhn? Wie wächst es auf? Was braucht es zum Leben? Wie viele Eier legt eine Henne im Jahr? Was bedeutet der Stempel auf den Hühnereiern? Was ist der Unterschied zwischen Käfig-, Boden-, Freilandhaltung? Kommt aus jedem Ei ein Huhn? Könntest du diese Fragen beantworten? Diese und noch viele weitere Fragen rund um das Huhn und das Ei haben uns jedenfalls so sehr interessiert, dass wir zu Anfang des Jahres beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen. Wir wollten uns näher mit dem Thema Huhn beschäftigen, aber einfach nur Fragen zu beantworten war uns dann doch ein bisschen trocken. Viel interessanter wäre es doch, dabei zuzusehen, wie sich ein Küken entwickelt, wie es im Ei langsam heranwächst und was man dabei alles beachten muss und beobachten kann. Wenn wir also unsere eigenen Hühner züchten könnten, dann wäre es doch einfach, die Fragen von oben zu beantworten.
|
![]() |
![]() Straußen-Ei, Gänse-Ei, Hühner-Ei und irgendwo ist auch ein Wachtel-Ei ! |
![]() Ganz rechts das ist ein Hühnerei. Wusstest du, das in ein Straußenei etwa 25 Hühnereier passen? |
Wir besorgten uns das entsprechende Material: · einen Brutkasten (auch Kunstglucke oder Flachbrüter genannt) · eine kleine Kiste und eine Infrarot-Lampe für die kleinen Küken · einen etwas größeren Kasten für die etwas größeren Küken · einen kleinen Hühnerstall für die erwachsenen Hühner · und Wasser und Futter (für später) · und natürlich Hühner-Eier. Ganz besonders danken möchten wir Gerd Peter aus Siegen für das wunderbare Material zum Hühnerzüchten und dafür, dass die Hühner später einmal bei dir wohnen dürfen! |
Mit
den Hühner-Eiern ist das so eine Sache: Eier aus dem Aldi oder dem Supermarkt ‚funktionieren’ nicht. Das geht deswegen nicht, weil die Hühner, die diese Eier legen, in so genannten Legebatterien oder manchmal auch auf dem Boden (dann aber bis zu 60.000 Hühner in einem Stall !!!) leben. Und da leben dann nur die weiblichen Hühner, also die Hennen. Die Hähnchen (die Männer) werden vorher aussortiert. Ohne Hähne können die Eier aber nicht befruchtet werden. Deswegen kann aus diesen Eiern nie ein Küken schlüpfen. (Du brauchst das erst gar nicht zu versuchen). Du brauchst also befruchtete Hühner-Eier. Die bekommst du fast auf jedem Bauernhof, der frei laufende Hühner und mindestens einen Hahn hat. |
![]() Hier siehst du unsere Hühner-Brut-Station: Vorne der Brutkasten, dahinter die Schierlampe, dahinter die Kisten für die geschlüpften Küken. |
![]() |
Unsere
Eier stammen von einem Hof in der Nähe von Handorf bei Münster.
Auf diesem Hof gibt es sogar zwei Hähne und eine Menge Hühner
(an dieser Stelle ein dickes Danke an Horst für die Hühner-Eier-Spende,
deine Hähne sind spitze, alle Eier sind befruchtet!!!). Was das für
unsere Hühner bedeutet, erklären wir später noch auf dieser
Seite. (Artikel: „Diese Hühner waren in den Eiern“). |
So
begann das Projekt: Nachdem das Material vor Ort war, wurde es auf seine Funktionstüchtigkeit überprüft. Das ist wichtig, denn alles muss einwandfrei funktionieren, sonst haben die Küken später keine Chance zu überleben. Brutkasten und Schierlampe >>> |
![]() |
![]() Unsere Kunstglucke. |
Besonders
wichtig ist der Brutkasten. Er übernimmt ja die Aufgaben der Glucke
und das ist schließlich die Mutter der Küken. Und Mütter
passen ja bekanntlich bestens auf ihre Kleinen auf! Worauf du alles genau
achten musst, kannst du bald hier nachlesen. (Artikel: „Die Aufzucht
im Brutkasten“). |
Die
Hühner-Eier mussten nach der Autofahrt erst einmal einen Tag lang
ruhen, bevor sie in den Brutkasten kamen. Der erste Bruttag war Mittwoch,
der 28. April 2004. An diesem Tag legten wir 32 Hühner-Eier in den
Brutkasten. Wenn du dir das Bild genau anschaust, dann siehst du verschiedene
Eier. Wir haben nämlich grüne, braune, weiße, große
und kleine Eier bekommen, was daraus wird, oder was wir denken was daraus
werden könnte, kannst du im Artikel „„Diese Hühner
waren in den Eiern“) nachlesen. |
Der
Strich auf den Eiern dient uns dazu, zu erkennen, ob wir ein Ei schon
gedreht haben oder nicht. Das muss nämlich etwa alle 4 Stunden geschehen.
Leider sind einige Eier beim Wenden kaputt gegangen, man muss wirklich
sehr vorsichtig sein. Wie wir fest gestellt haben, stimmt der Satz „Etwas
behandeln wie ein rohes Ei!“ wirklich. Dennis beim "Eier-Wenden" >>> |
![]() |
![]() Schau genau: Eier und Bleistiftstriche |
Nachdem
die Eier nun schon eine Woche im Brutkasten lagen, mussten wir sie zum
ersten mal „schieren“. Dabei legst du das Ei auf die Schierlampe.
Diese durchleuchtet dann das Ei und du kannst erkennen, ob sich dein Küken
bereits entwickelt hat. Das geschieht meist am siebten und vierzehnten
Tag nach Brutbeginn. Für uns zeichnet sich eine Erfolgsstory ab:
von den verbliebenen 27 Eiern, sind 26 befruchtet und entwickeln sich
prächtig. Der Artikel „Vom Ei zum Küken“ gibt dir
weitere Informationen hierzu. |
![]() Ramon und Sebastian überprüfen, ob das Ei befruchtet ist. Ergebnis: „Ja, alles bestens“ |
![]() So sieht ein Ei nach 7 Tagen im Brutkasten aus. Wenn du genau schaust, siehst du in der Mitte schon den Embryo mit Auge und einige Blutbahnen. |