SOEST
• Mädchen lieben Hexe Lili, Jungs mögen Nick Nase. Himmlisch
gut und teuflisch spannend soll der Stoff zum Schmökern sein, in
der Lesestadt finden die Wieseschüler alles - vom Kinder-Krimi
bis zum Klassiker für Kids. Das ist Kino im Kopf. Hier ist der
Treffpunkt zum Lesen und zum Lauschen, urn miteinander zu sprechen und
Spaß zu haben. "Es ist ein ansprechender Lernort", sagt
Comelia Plaßmann, "hier läuft der Unterricht etwas anders
ab." Die Lehrerin ist in der Lesestadt zu Hause. Sie schmökert selber gern. Jeden Abend vertiefe sie sich in ein Buch, verrät sie. |
![]() Die Erstklässler haben es sich gemütlich gemacht: Sie vertiefen sich in bunte Bilder-Geschichten. Fotos: Dahm |
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Sie freut
sich, wenn die Kinder in den Regalen stöbern, urn in der gut bestückten
Fundgrube geheimnisvolle Geschichten zu entdecken oder auch zauberhafte
Märchen. Seit zehn Jahren gibt es die Lesestadt in der Schule im
Soester Norden: Montags bis donnerstags stehen die Türen in der
zweiten und dritten Stunde offen. Hier geht's ums Lesen und Erleben. |
![]() Florian und Lorenz aus der 4a mit ihrem Leseausweis |
Piraten
für Jungen, Pferde für Mädchen Die Kinder starten ins Abenteuerland. Die Jungen finden alles, was sie über Ritter, Piraten und Dinos wissen möchten. Die Mädchen blättern begeistert in den Pferdebüchern. "Lesen macht Spaß", weiß Comelia Plaßmann. Das bestätigen auch die Mütter, die ehrenamtlich dazu beitragen, dass sich der Raum mit Leben füllt. "Ihre Arbeit kann man nicht hoch genug schätzen", hebt die Lehrerin hervor. Auf die guten Geister ist Verlass, gestern schnitten sie Buchstaben aus bunter Pappe als Dekoration für das Geburtstagsfest am nächsten Freitag zurecht. Sie lesen aus Büchern vor, beraten die Kinder, betreuen sie bei kleineren Aufgaben oder Experimenten, helfen ihnen gern am Computer weiter. "Mit dem Engagement der Eltern steht und fällt die Lesestadt", betont das Kollegium, "sie bereichern das Schulleben und sind quasi unverzichtbar." |
Ein
gemütliches Podest lädt die Kinder ein, sich mit ihrer Lektüre
zurückzuziehen, vielleicht zu träümen und für eine
Weile ins Reich der Fantasie abzutauchen. In der Lesestadt ist immer
etwas los: Dort lernten die Kinder schon das Handwerk der Salzsieder
kennen oder die Welt des Waldes. Sie stiegen in die Steinzeit ein und
entwickelten brennende Begeisterung für das Feuerprojekt. Es ist eine Bücherei im Kleinen: Wer ein Exemplar mitnehmen möchte (und deshalb sogar Schlange steht), leiht es sich aus und wird elektronisch erfasst. Kindgemäße und interessante Bände stehen auch als Klassensätze auf den Borden. Der Erlös aus Festen oder Basaren hilft, die Bestände zu aktualisieren und aufzustocken. |
![]() Ohne die Mütter läuft nichts. Sie sind die guten Geister, gestern bereiteten sie Deko fürs Geburtstagsfest vor. |
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Auch
den Mitgliedem des Fördervereins und Sponsoren liegt das Lesen
am Herzen, ihnen ist das Team für ihre Spenden dankbar. •
Kop. Der Name Das Fest |